Der innofab_ Ideenwettbewerb als Instrument des Wissenstransfers

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind die zentralen Orte, an denen neues Wissen entsteht. Dieses Wissen auch außerhalb der Labore und Büros nutzbar zu machen und sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich zu verwerten, ist ein wichtiger Baustein der Transferstrategie des Landes Brandenburg. Die Hochschulen spielen als Impulsgeberinnen für Wissens- und Innovationsprozesse eine zentrale Rolle für die Entwicklung der sie umgebenden Regionen.

Auch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) verfolgen eine gemeinsame Wissens- und Technologietransferstrategie und haben sich der dritten Säule bzw. Third Mission verpflichtet. Das heißt, dass der Transfer von Wissen und Erkenntnissen neben der Lehre und Forschung zu den zentralen Aufgaben der Hochschulen gehört. Verschiedene Projekte, wie der innohub13, das Startup Revier EAST oder auch die zentralen Einrichtungen an den Hochschulen, die rund um die Themen Transfer, Kommunikation und Gründung aktiv sind, stärken den Transfer zwischen Hochschule, Unternehmen und weiteren Akteur*innen in der Region.

Ein Schritt, um die Ergebnisse verwertbar zu machen ist, dass sie sichtbar sind und wahrgenommen werden. Das wissenschaftliche und forschungsbasierte Wissen muss aus den Laboren und Büros der Hochschulen herausgetragen und kommuniziert werden. Dadurch können die Hochschulen zu Impulsgeberinnen werden, die Innovationen auch außerhalb des Campus anstoßen. Der innofab_ Ideenwettbewerb stärkt den Transfer und die Kommunikation von Forschungsergebnissen auf mehreren Ebenen:

  1. Die Bewerber*innen fassen Ihre Ideen in einem Ideenbogen zusammen. In diesem setzen sie ihre Ideen bereits in den Kontext von wirtschaftlicher Verwertbarkeit. Es entsteht ein Transfer von Forschungsideen hin zu Unternehmensideen.

  2. Die Teams hinter den fünf besten Ideenpapieren werden in die Pitchwerkstätten eingeladen. Am ersten Tagen wird zunächst aus den Forschungsideen ein Geschäftsmodell entwickelt. Potenzielle Verwertungsmöglichkeiten, sowie Vertriebs- und Umsatzpotenziale werden gemeinsam erarbeitet. Aus Forschungsideen werden Geschäftsmodelle.

  3. Der zweite Tag in den Werkstätten steht ganz im Zeichen der Kommunikation. Die Teams lernen, wie sie ihre Ideen am besten präsentieren können. Das Pitchtraining dient zur Sensibilisierung für Kommunikationsmöglichkeiten gegenüber fachfremden Personen und potenziellen Geldgeber*innen. Die forschungsbasierten Geschäftsmodelle erhalten einen Kommunikationsrahmen.

  4. Die fünf Finalistenteams stehen im Scheinwerferlicht: Im Rahmen der Abschlussprämierung präsentieren die Finalistenteams ihre forschungsbasierten Geschäftsideen einem breiten Publikum. Die Jury, die sich aus Hochschulangehörigen, Unternehmer*innen und Personen aus der Zivilgesellschaft zusammensetzt entscheidet gemeinsam, welche Ideen am überzeugendsten präsentiert wurden und die besten wirtschaftlichen Aussichten haben. Die Geschäftsmodelle werden einem Publikum kommuniziert.

  5. Die Gewinnerteams erhalten ein Unterstützungspaket der jeweiligen Hochschule, das sie auf ihrem weiteren Weg Entwicklungsweg ihrer (Geschäft-)Idee begleitet. Dieses beinhaltet individuelles Coaching, technische Ausstattung und Infrastruktur. Zudem erhalten die Teams Zugang zu den gründungsunterstützenden Angeboten und Netzwerken der Hochschulen. Aus den Geschäftsmodellen werden Gründungsideen.

Der innofab_ Ideenwettbewerb ist damit ein interaktives und begleitendes Instrument für den Transfer von Forschungsideen. Die Teilnehmenden werden sensibilisiert für Fragestellungen der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Ideen und lernen, wie Forschungsideen auch in einem Pitch-Format präsentiert werden können. Durch die Einbindung verschiedener Akteur*innen wird zudem der Austausch über die Hochschulgrenzen hinaus gefördert und Impulse für die Verwertbarkeit von Forschungsideen gegeben.

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